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Süße

Mastixgummi (ELMA)

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Einführung

Der Kaugummi aus Mastix von Chios ist nicht nur ein modernes Süßwarenprodukt, sondern stellt die Fortführung einer uralten Tradition dar, da das natürliche Harz des Mastixbaums (Pistacia lentiscus var. chia) der erste natürliche Kaugummi der antiken Welt war. Dieser Kaugummi, der ausschließlich aus dem Mastix von Chios, dem „weißen Gold“ der Insel, hergestellt wird, zeichnet sich durch sein einzigartiges, dezentes Aroma und seine nachgewiesenen wohltuenden Eigenschaften aus, insbesondere in Bezug auf die Mundhygiene und das Verdauungssystem. Die Geschichte dieses Kaugummis ist untrennbar mit der systematischen Verarbeitung des Harzes durch die Genossenschaft der Mastixproduzenten von Chios (Ε.M.X.) verbunden, die 1985 die Fabrik zur Herstellung der berühmten Serie ELMA (Elliniki Masticha, Griechischer Mastix) gründete und das Produkt als Geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) eintragen ließ.

Einzigartigkeit des Produkts

Das Produkt „Kaugummi aus Mastix von Chios“, weithin unter dem Markennamen „ELMA“ (Elliniki Masticha, Griechischer Mastix) bekannt, gehört zu den drei Produkten, die 1997 von der Europäischen Union offiziell als Geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) anerkannt wurden. Diese Anerkennung macht den Kaugummi aus Mastix von Chios zu einem Produkt mit strengen Spezifikationen, die die Verwendung von Mastix von Chios g.U. vorschreiben, also des natürlichen Harzes, das ausschließlich in den Mastixdörfern im Süden von Chios gewonnen wird. Die Einzigartigkeit des Kaugummis entspringt dem verwendeten Aromaträger, nämlich dem natürlichen Harz (ab 5 % in der Zusammensetzung) und/oder dem Mastixöl von Chios g.U., das durch Destillation desselben Harzes gewonnen wird und das charakteristische, dezente Aroma verleiht.

Geografisches Gebiet

Das geografische Gebiet, in dem der Rohstoff für den Mastixkaugummi produziert und verarbeitet wird, sind die 24 Mastixdörfer im Süden von Chios. Diese Abgrenzung betrifft nicht nur die Ernte des Harzes, sondern auch den Anbau selbst, der 2015 als Immaterielles Kulturerbe der UNESCO anerkannt wurde. Der Reinanbau des mastixtragenden Strauchs (Pistacia lentiscus var. chia) in dieser Zone ist ein einzigartiges geografisches Phänomen, da diese endemische Pflanze das wohlriechende Harz nur unter den besonderen edaphoklimatischen Bedingungen im Süden von Chios produziert. Das trockene Klima, die kalkhaltigen Bodenbedingungen und die hohe Sonneneinstrahlung der Region sind die entscheidenden natürlichen Faktoren, die zur herausragenden Qualität und zur chemischen Zusammensetzung des Mastix von Chios beitragen, der den Kern der Identität des Kaugummis bildet.

Herstellungsmethode

Die Herstellung von Mastix-Kaugummi stellt eine komplexe industrielle Verarbeitung dar, die auf sorgfältig gereinigtem und verarbeitetem Chios-Mastix g.U. basiert.

  1. Vorbereitung des Rohstoffs: Das natürliche Mastixharz wird nach der Ernte einer gründlichen Reinigung und Wäsche unterzogen, traditionell von Hand und anschließend mit modernen Methoden, um Fremdstoffe zu entfernen. Für den Kaugummi wird das gereinigte Harz entweder in Granulatform oder als Mastixöl (das ätherische Öl des Harzes) als hauptsächlicher Aromastoff verwendet.
  2. Herstellung der Kaugummibasis: Im Gegensatz zum Kauen des reinen Harzes, wie es in der Antike üblich war, wird moderner Kaugummi durch Vermischen der natürlichen Kaugummibasis (häufig mit Antioxidantien wie α-Tocopherol) mit den übrigen Bestandteilen hergestellt.
  3. Einarbeitung von Mastix und Kneten: Der Kaugummibasis werden Chios-Mastix (in einem Anteil von etwa 5 % gemäß den Analysen), Zucker oder Polyole (wie Sorbit, Xylit für die zuckerfreien Varianten) sowie Glukosesirup (oder Glycerin als hygroskopisches Medium) zugesetzt. Anschließend wird Chios-Mastixöl (als zusätzlicher Aromastoff) und gegebenenfalls Menthol zur Verstärkung der Frische hinzugefügt.
  4. Formgebung und Überzug: Die Mischung wird geknetet und gezogen (geformt), bis die gewünschte Textur erreicht ist. Es folgt das Schneiden in die typischen Dragees oder Sticks und der abschließende Überzug (in der Regel mit einem Farbstoff wie Titandioxid und einem Überzugsmittel wie Carnaubawachs), um die Feuchtigkeit zu bewahren und die Stabilität des Produkts zu gewährleisten. Die endgültige Verpackung und Standardisierung erfolgt in den Anlagen des Verbands der Mastixproduzenten von Chios.
Auswirkungen auf die Insel

Der Mastix-Kaugummi aus Chios, als veredeltes Produkt des Mastix von Chios g.U., stellt einen zentralen wirtschaftlichen Pfeiler für Chios dar. Die Produktion und Verwaltung des Rohstoffs und des Endprodukts erfolgen ausschließlich durch den Verband der Mastixproduzenten von Chios (E.M.X.), eine Zwangsgenossenschaft, die 1938 gegründet wurde. Die E.M.X. gewährleistet die kollektive Förderung und Vermarktung des Mastix und seiner Derivate und sichert etwa 4.850 Familien (Mitglieder der Genossenschaft), die in den Mastixdörfern wohnen, ein stabiles Einkommen. Das Bestehen der Kaugummifabrik ELMA (seit 1985) stellt sicher, dass der Mehrwert dieses einzigartigen Produkts in der lokalen Gemeinschaft verbleibt und trägt zur Erhaltung der landwirtschaftlichen Bevölkerung sowie zur Bewahrung der Kulturlandschaft im Süden von Chios bei.

Geschichte und kulturelles Erbe

Das Mastix von Chios hat eine jahrtausendealte Geschichte, wobei die erste offizielle Erwähnung seiner Verwendung zum Kauen von Herodot im 5. Jahrhundert v. Chr. stammt. Die Verwendung von Mastix als natürlicher Kaugummi zur Reinigung der Zähne und für frischen Atem war seit der Antike bei den Völkern des östlichen Mittelmeerraums verbreitet. Während der genuesischen (1346–1566) und der osmanischen Periode entwickelte sich Mastix zu einem wertvollen Handelsgut („weißes Gold“), dessen Produktion und Vermarktung strengen Gesetzen unterlag. Die moderne Geschichte des Kaugummis ELMA beginnt 1958, als er als erster griechischer Kaugummi mit Mastix auf den Markt kam. Diese Entwicklung markierte den Übergang vom Kauen des reinen, unverarbeiteten Harzes zur systematischen Herstellung eines verarbeiteten Produkts, wobei jedoch der Kern der Tradition und das einzigartige Aroma bewahrt wurden – etwas, das 1997 mit der Anerkennung als g.g.A. besiegelt wurde.

Bräuche und Traditionen

Mastix und in der Folge auch Mastix-Kaugummi sind untrennbar mit den Bräuchen von Chios und ganz allgemein mit der mediterranen Gastfreundschaftskultur verbunden. Das Anbieten von Mastix (sei es in Kristallform, als „Unterwasser“-Süßigkeit oder in Kaugummiform) war traditionell eine Bewirtung und ein Zeichen des freundlichen Empfangs von Besuchern, verknüpft mit der Vorstellung von Reinheit und Wohlbefinden. Das Kauen von Mastix galt im Orient zudem als Schönheitsmittel für Frauen, da es die Zähne weiß hielt und für einen angenehmen Atem sorgte. Heute, obwohl ELMA ein Industrieprodukt ist, bewahrt es seinen kulturellen Wert als Symbolprodukt, das den authentischen Duft der Tradition in sich trägt.

Auszeichnungen

Der Mastix-Kaugummi von Chios (ELMA) hat als eines der Hauptprodukte der E.M.X. internationale Auszeichnungen für seinen Geschmack, seine Qualität und seine Authentizität erhalten.

  • Anerkennung als g.U. (Europäische Union): Eintragung des „Mastix-Kaugummis von Chios“ als Produkt mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.) auf Grundlage der Verordnung (EG) Nr. 123/1997, die die höchste Auszeichnung für geografische Herkunft und traditionelle Produktionsmethoden darstellt.
  • Superior Taste Award (iTQi/International Taste Institute): Der Kaugummi ELMA wurde im internationalen Geschmackswettbewerb wiederholt ausgezeichnet, was seine hohe sensorische Qualität bestätigt.

 

Auf Grundlage beispielhafter Nährwerttabellen für die zuckerfreie Variante (pro 100 g):
Ενέργεια
735 kJ / 176 kcal
Λιπαρά
0g
Υδατάνθρακες
73g
Φυτικές ίνες
0,7g
Πρωτεΐνες
<0,1g
Αλάτι
<0,1g