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Olivenöl

Huile d'olive de Samos

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Einleitung

Das Olivenöl von Samos ist ein Produkt mit jahrhundertealter Tradition auf der Insel der Ostägäis, die gemäß den Berichten Homers und anderer klassischer Schriftsteller bereits in der Antike für ihre Olivenhaine berühmt war. Die Olivenölproduktion auf Samos zeichnet sich durch eine Kombination traditioneller Praktiken und moderner Anbaumethoden aus, mit dem Ziel, die Qualitätsmerkmale der Sorte hervorzuheben. Die Gesamtproduktion der Insel ist relativ begrenzt und erreicht in guten Jahren etwa 2.500 Tonnen Öl, mit erheblichen Schwankungen aufgrund der klimatischen Bedingungen, wie der Trockenheit der letzten Jahre.

Einzigartigkeit des Produkts

Das samische Olivenöl sticht vor allem aufgrund der lokalen Sorte Throumpolia oder Throuma (Synonyme: Askouda, Thasitiki, Ladolia, Ntopia, Xantholia, Rethymniotiki, Chondroliá) hervor, die auf der Insel und insbesondere auf den Inseln der Ägäis ausgedehnt angebaut wird. Die Throumpolia ist eine Doppelnutzungssorte, die sowohl für ihre Tafeloliven als auch für das hochwertige Olivenöl bekannt ist, das sie erzeugt, mit goldener Farbe, besonderen Aromen und vollem Geschmack. Obwohl heute ein bedeutender Teil der Produktion aus der Sorte Koroneiki stammt, streben die Erzeuger häufig eine Kombination der beiden Sorten an, um die Frische der Koroneiki mit den einzigartigen Merkmalen der lokalen Throumpolia zu verstärken.

Status g.g.A.

Das Olivenöl des Regionalbezirks Samos ist als Produkt mit geschützter geografischer Angabe (g.g.A.) unter der Bezeichnung „Samos“ anerkannt worden. Diese Anerkennung wird landwirtschaftlichen Erzeugnissen verliehen, deren besondere Qualität, Ruf oder sonstige Eigenschaften auf diese geografische Herkunft zurückzuführen sind und deren Erzeugung und/oder Verarbeitung und/oder Zubereitung in dem abgegrenzten geografischen Gebiet erfolgt.

  • Schutzregelung: g.g.A. (geschützte geografische Angabe).
  • Produktspezifikation g.g.A. „Samos“: Das Olivenöl mit der Angabe „Samos g.g.A.“ ist ein Produkt, das den Spezifikationen zufolge ausschließlich aus den Sorten „Throumpolia“ 90 % und Koroneiki 10 % der Inseln Samos und Ikaria stammen muss, um die untrennbare Verbindung des Produkts mit dem geografischen Gebiet und seinen einzigartigen lokalen Merkmalen zu gewährleisten.
Geografisches Gebiet

Samos bietet ein besonderes Mikroklima, das seit Jahrhunderten den Olivenanbau begünstigt. Der Olivenbau entwickelt sich in allen Regionen der Insel, auf Hanglagen zwischen Weinbergen und Waldgebieten mit ausgeprägtem vegetativem Mosaik, aber auch in ausgedehnten Olivenhainen, wie im Gebiet der Ebene von Chora, das mehrere lokale Gemeinden umfasst (Chora, Mýloi, Mavratzaioi, Pagondas u. a.), sowie in der Ebene von Marathokampos (Marathokampos, Koumeika, Skouraika u. a.). Die Insel ist durch ein stark gegliedertes Relief gekennzeichnet, das in Kombination mit der Meeresnähe und den an Spurenelementen reichen Böden die einzigartigen sensorischen Eigenschaften des Olivenöls prägt. Die lokale Sorte Throumpoliá ist besonders anpassungsfähig und gedeiht sogar in großen Höhenlagen, eingewöhnt an die besonderen Boden- und Klimabedingungen der Ägäis.

Anbaumethode & Ölgewinnung

Die Produktion des samischen Olivenöls basiert auf der Anwendung traditioneller Techniken und moderner Qualitätsstandards, wobei der Prozess streng kontrolliert wird, um Natives Olivenöl Extra zu erzeugen.

Anbau und Ernte

Die Olivenhaine auf Samos werden mit Methoden bewirtschaftet, die Nachhaltigkeit und Umwelt respektieren, wobei einige Betriebe auch biologische Praktiken anwenden. Auf der Insel ist die Olivenöl-Erzeugergruppe der Ölmühle des Landwirtschaftlichen Genossenschaftsverbands von Samos sowie zertifizierte Biolandwirte tätig. Die lokale Sorte Throumpoliá ist ein aufrecht wachsender Baum, der eine Höhe von 5–10 Metern erreichen kann, was den Anbau anspruchsvoll macht. Die Ernte erfolgt mit Olivenerntemaschinen und/oder häufig von Hand, insbesondere bei der frühen Ernte, die den maximalen Fruchtcharakter und die bestmöglichen chemischen und sensorischen Eigenschaften des Öls sicherstellt. Besondere Aufmerksamkeit gilt der richtigen Verpackung in Plastiksteigen oder luftdurchlässige Säcke sowie dem sofortigen Transport der Früchte zur Mahlung, in der Regel noch am selben Tag, um eine Beeinträchtigung der qualitativen Eigenschaften des Olivenöls zu vermeiden.

Ölgewinnung, Verarbeitung und Lagerung

Die Pressung der Olivenfrüchte erfolgt in modernen Ölmühlen, die gemäß internationalen Standards für Lebensmittelqualität und -sicherheit betrieben werden. Die kritische Phase der Olivenölextraktion findet kalt (Kaltpressung) in geschlossenen Malaxern statt, wodurch sichergestellt wird, dass alle gesundheitsfördernden Bestandteile (Polyphenole usw.) und der fruchtige Charakter des Olivenöls erhalten bleiben. Fast alle Ölmühlen haben aus Gründen des Umweltschutzes (Vermeidung von flüssigen Abfällen) und einer besseren Ausbeute auf ein zweiphasiges Produktionssystem umgestellt. Nach der Herstellung wird das Olivenöl gefiltert und unter kontrollierten Bedingungen in Edelstahltanks gelagert, während jede Charge vor der Abfüllung einer chemischen Analyse und einer sensorischen Prüfung unterzogen wird, um die Abwesenheit von Fehlern und die Hervorhebung seiner einzigartigen Eigenschaften sicherzustellen.

Auswirkungen auf die Insel

Der Olivenanbau auf Samos stellt einen historischen Pfeiler der landwirtschaftlichen Wirtschaft der Insel dar, obwohl seine Produktionskapazität relativ gering ist und in guten Jahren lediglich 2.500 Tonnen Öl erreicht. Das Vorhandensein und der kontinuierliche Betrieb der Olivenmühlen bilden einen wichtigen sozioökonomischen Faktor, da sie einem großen Teil der ländlichen Bevölkerung Einkommen verschaffen. Die Einführung des g.g.A.-Regimes „Samos“ für das Olivenöl aus den lokalen Sorten Throumpolia und Koroneiki der Inseln Samos und Ikaria verleiht dem Produkt einen Mehrwert, stärkt die Identität der Insel auf den internationalen Märkten und trägt zur Erhaltung der lokalen Biodiversität bei, indem sie die Erneuerung der lokalen Olivenhaine fördert.

Geschichte und kulturelles Erbe

Die Geschichte des Olivenanbaus auf Samos verliert sich in den Tiefen der Jahrhunderte, wobei antike Schriftsteller wie Homer, Aischylos und Antiphanes mit Bewunderung von dem von Olivenbäumen bedeckten Samos sprechen und das samische Olivenöl preisen, was auf die alte Tradition der Insel in diesem Bereich hinweist. Der Olivenanbau ist in die Familiengeschichte vieler Familien eingegangen, von denen einige seit dem späten 18. Jahrhundert in der Olivenölproduktion tätig sind. Ein wichtiges Zeugnis dieses jahrhundertealten Erbes ist die „Olive von Eva“ im Dorf Myloi, ein jahrhundertealter Olivenbaum, der als der älteste Baum der Insel gilt und die zeitlose Beziehung der Bewohner von Samos zum Olivenbaum bestätigt. Diese Tradition setzt sich bis heute fort, wobei moderne Produktionseinheiten die Erfahrung der Älteren nutzen und gleichzeitig moderne Methoden anwenden.

Auszeichnungen

Die Anerkennung der Qualität des Olivenöls von Samos beruht hauptsächlich auf seiner Aufnahme in das g.g.A.-System, das eine Qualitäts- und Herkunftszertifizierung auf europäischer Ebene darstellt. Viele private Produktions- und Abfüllbetriebe auf Samos, die die lokale Sorte Throumpolia und die Koroneiki nutzen, haben bedeutende Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben erzielt.

  • Internationale Wettbewerbe: Das samische Olivenöl hat Auszeichnungen bei weltweiten Wettbewerben wie dem NYIOOC World Olive Oil Competition und den Olympia Health & Nutrition Awards erhalten.
  • Qualitätszertifizierungen: Über die Geschmackspreise hinaus verfügen viele Unternehmen über Zertifizierungen wie ISO 22000:2005 für Lebensmittelsicherheit sowie Zertifizierungen für Bioprodukte (z. B. von der Organisation DIO), was die Verpflichtung zu hohen Produktions- und Managementstandards unterstreicht.